Meine Gedanken zur Flüchtlingskriese

Refugees Welcome

Aufgrund der Vorkommnisse in der letzten Zeit bezüglich Flüchtlingen muss ich meine Meinung hier mal loswerden.

Grundsätzlich finde ich den Umgang mit der „Flüchtlingskrise“ durch unsere Bundesregierung gut, auch wenn hier noch richtig viel Luft nach oben ist.

Und das obwohl unsere Bundeskanzlerin von mir nicht gewählt wurde und auch nun nicht gewählt werden wird.

Bevor wir die ganzen Flüchtlinge vor unseren Grenzen stehen lassen sollten wir uns erst einmal Gedanken darüber machen warum diese Menschen auf der Flucht sind. Klar der IS bekämpft in Syrien und Irak gegen zweifelhafte Regierungen. Aber warum ist der IS eigentlich so stark dass er es sich erlauben kann an Fronten in mehreren Ländern gleichzeitig gegen die jeweiligen Armeen kämpfen zu können.

Letztendlich hat der Westen und somit auch wir hier einen großen Teil zu bei getragen. Vor langer Zeit gab es im Irak einen Diktator welcher auf der einen Seite seine Bevölkerung klein hielt und auch mit Waffengewalt unterdrückte. Damit aber nicht genug. Dieser Diktator hat auch noch riesige Ölvorkommen. Also wurde nach einem Grund gesucht hier eine Regierung zu etablieren welche dem Westen gut gesonnen ist und welche die Ölvorkommen dem Westen sicherte. Also wurden angeführt von den USA und deutlich von Europa unterstützt hier mittlerweile zwei Kriege geführt. Und da „Der Feind meines Feindes mein Freund“ ist wurden die Widerstandskämpfer mit finanziellen und militärischen Mitteln unterstützt. Nachdem Saddam Hussein gestürzt wurde übernahm der Westen zwar die Sicherung des Landes sowie den Aufbau der Regierung.

Aber leider wurde die ganze Aktion nur halbherzig angegangen. Nachdem festgestellt wurde dass die ganze Aktion nicht so einfach war und die zuvor unterstützten Rebellen weiterhin Wiederstand leisteten wurden die eigenen Truppen, welche es bisher mehr oder weniger gut geschafft hatten die normale Ordnung aufrecht zu halten, abgezogen. Nicht zuletzt weil in den jeweiligen Heimatländern die Unterstützung für solche Einsätze immer weiter zurück ging. Natürlich ist es schwer einem Volk zu erklären das die eigenen Soldaten in einem Krieg sterben der einen ja gar nichts angeht. Natürlich gibt zu diesem Zeitpunkt niemand mehr zu das es hier ja nur um Öl geht. Der Öffentlichkeit wurde von der Politik suggeriert das das alles nur aus humanitären Gründen stattfand. Und so überließ der Westen die Krisengebiete indirekt den immer stärker werdenden Aufständigen, welche sich nur noch bedienen mussten. Der Weg zu den jeweiligen Ölquellen stand den Rebellen nun auch offen. Und da diese Geld verdienen wollen um ihre Kriege und Attentäter zu finanzieren brauchen wir uns auch keine Sorgen darüber machen dass wir kein Öl mehr bekommen. Schließlich sind wir alle ihnen dankbar, dass sie den Ölmarkt so schön überschwemmen und wir dadurch so wenig wie schon ewig nicht mehr für Benzin und Heizöl bezahlen.

Leider hat das billige Öl wie alles in dieser Welt auch seinen Preis. Der Preis hierfür ist Krieg und Zerstörung in Syrien und dem Irak sowie Flüchtlinge in Europa.

Und damit sind wir wieder in der Gegenwart angelangt. Was sollen wir mit diesen Menschen machen? Sie zurück schicken? Nein. Das einzig richtige ist ihnen in Europa und ich rede hier von ganz Europa eine Zuflucht und wenn sie wollen eine Zukunft zu geben.

 

Hier beginnen die Fehler unserer Politiker.

Aus meiner Sicht gibt es zwei Ansätze besser mit den Flüchtlingen um zu gehen.

 

Möglichkeit 1:

Europa muss die Länder unterstützen die an die Krisenländer angrenzen. Z.B. die Türkei. Die Millionen Euro welche in Deutschland für den Bau von Unterkünften und den Lebensunterhalt von einer Million Flüchtlingen bezahlt werden müssen lassen sich in z.B. der Türkei wesentlich besser nutzen. Und aufgrund dessen das in der Türkei die Lebenshaltungskosten deutlich geringer sind als in Deutschland kann ich mit dem gleichen Geld hier viel mehr Hilfe leisten. Es gibt noch einen kleinen Nebeneffekt. Keiner wäre gezwungen nach Europa zu fliehen. Somit müsste auch keiner der Flüchtlinge sein gesamtes Hab und Gut irgendwelchen Schleppern in den Rachen werfen. Ach ja nur mal so als Denkanstoß. Was machen die ganzen Schlepper eigentlich mit den vielen Millionen die sie den Flüchtlingen abknöpfen? Ja natürlich sie unterstützen direkt oder indirekt den IS. Von den tausenden die ihr Leben auf ihrer Flucht verloren haben weil es die Schlepper nicht interessiert was aus den Menschen wird denen sie ihr letztes Geld abgeknüpft haben will ich hier erst gar nicht sprechen. Aber auch jeder einzelne Tote welcher verhindert würde wenn keiner mehr gezwungen wäre aus seiner Region zu fliehen wäre alleine schon ein guter Grund für diese Möglichkeit.

 

Möglichkeit 2:

Wir machen es wie es unsere Bundeskanzlerin gemacht hat. Wir nehmen jeden Flüchtling der an unseren Grenzen steht erst einmal auf. Aber jetzt beginnt die Änderung. Wir verteilen die Flüchtlinge in ganz Europa. Es kann nicht sein das sich bei der Aufnahme von Flüchtlingen einige Länder komplett sperren oder so geringe Mengen aufnehmen das es nur lachhaft ist und Länder wie Schweden und Deutschland komplett geflutet werden. Nur mal so zur Erinnerung für unsere Politiker. Deutschland ist einer der Hauptfinaziers der Europäischen Union. Warum nutzen wir diese Tatsache nicht um darüber ein wenig mehr Druck in der EU aus zu üben. Und dann gibt es noch die Totalverweigerer wie z.B. Polen. Auch bei diesen Ländern lässt sich über Geld mit Sicherheit vieles regeln. Wenn es darum geht finanzielle Unterstützungen von der EU zu erhalten sind diese Länder ganz weit vorne. Nur von gemeinsamer Problembewältigung in Form von Flüchtlingshilfe will man nichts wissen. Hier haben unsere Politiker Druck auf die EU aus zu üben dass hier als erstes Gelder für diese Länder gekürzt bzw. gestrichen werden.

 

Aber warum traut sich das keiner? Weil unsere Politiker Angst davor haben das es heißt dass Deutschland sich in der EU eine Spitzenposition herausnehmen will. Mal ganz im Ernst. Wenn es um Zahlungen geht haben wir diese Spitzenposition doch schon lange. Und warum sollten wir dann nicht auch bei den politischen Entscheidungen der EU eine Spitzenposition einnehmen.

Aber da kommt die deutsche Mentalität wieder raus. Wir versuchen es allen recht zu machen. Wir sind das einzige Land welches ich kenne welches seine eigenen Sitten und Bräuche über Bord wirft um es den zugezogenen Ausländern doch richtig heimlich zu machen. Aus „St. Martins Umzügen“ machen wir „Sonne, Mond und Sterne Umzüge“ um unseren muslimischen Mitbürgern nicht vor den Kopf zu stoßen. Warum das ganze? Bei dem Beispiel St. Martin geht es um Menschlichkeit und um das Teilen. Tugenden welche auch bei Muslimen hoch angesiedelt sind und die muslimischen Kinder in keinster Weise in Konflikte bringen. Mal gespannt wann die ersten auf die Idee kommen Weihnachten ab zu schaffen. Immerhin sind die Kinder hier benachteiligt die kein Weihnachten feiern, weil sie keine Geschenke bekommen und dadurch in den Schulklassen ausgeschlossen werden könnten. Ich kenne keinen muslimischen oder sonstigen Ausländer, der in Deutschland lebt und dies versteht oder gar fordert.

 

Und damit kommen wir zu den Problemen welche die Flüchtlingskrise mit sich bringt. Jeder der geglaubt hat das hier nur Menschen kommen die unser Werte achten ist spätestens am 01.01.2016 eines besseren belehrt worden.

Aber nun besteht die Gefahr zu Verallgemeinern. Selbst verständlich ist nicht jeder Flüchtling ein Gewalttäter oder Verbrecher, genau wie nicht jeder Deutsche ein Nazi ist. Bei einer Million Flüchtlingen die in unser Land gekommen sind, handelt es sich bei ein bis zwei tausend um einen geringen Bruchteil. Sicher macht es das nicht besser und ist auf keinen Fall zu tolerieren oder zu akzeptieren. Hier stellt sich die Frage, wie wollen wir die deutsche Bevölkerung und die vielen Flüchtlinge und Emigranten die unsere Werte achten schützen damit umgehen.

Bei diesem Thema hat unsere Politik auf ganzer Linie versagt. Das fängt damit an das die Bevölkerung erst gar nicht informiert wurde. In der Polizeimeldung über die Silvesternacht in Köln wurden keine besonderen Geschehnisse gemeldet. Erst 5 Tage später kam so langsam das ganze Ausmaß der Ereignisse ans Tageslicht. Und wer ist es nun schuld? Die Polizei!

Hallo, das kann ja wohl nicht wahr sein. Auch bei den Maßnahmen der Polizei wurde erst einmal die Verschleierungstaktik gefahren. Erst hieß es die Polizei habe nur dabei gestanden und nichts gemacht. Im Nachhinein stellte sich immer mehr heraus dass es sehr wohl Festnahmen und Erkennungsdienstliche Maßnahmen gab. Also war direkt von Anfang an klar dass es sich um Flüchtlinge handelt. Ich kann mir nicht vorstellen dass den Polizisten auf der Straße hier ein Vorwurf gemacht werden darf. Das sind doch alles politische Entscheidungen die irgendwo ganz „oben“ gefällt werden und denen die an der Macht sind nicht gefallen. Es gibt ja auch schon genug kritische Stimmen zur Flüchtlingspolitik, ohne das noch zugegeben werden muss dass sich  auch unter Flüchtlingen Straftäter befinden. Egal wie gering der Anteil ist. Also wird meiner Meinung nach von ganz oben die Politik der Verschleierung angeordnet.

Nun wird nach schärferen Gesetzen geschrien. Aber was machen schärfere Gesetze für einen Sinn, wenn die bestehenden Gesetze nicht durchgesetzt werden. Was machen schärfere Gesetze für einen Sinn wenn Richter gar nicht wissen was ein Straftäter bereits anders wo angestellt hat.

Liebe Politiker. Ich muss mir hier anhören dass die Täter der sexuellen Übergriffe wohl straffrei ausgehen weil sich die Taten nicht eindeutig zuordnen lassen. Okay. Das ist traurig aber so ist unser Rechtsstaat. Und das ist auch gut so. Aber was ist mit den Eigentumsdelikten? Hier lassen sich scheinbar einige Täter identifizieren. Und was passiert mit diesen Tätern? Nichts, außer einem DU,DU,DU – das darfst du aber nicht. Hier sind schärfere Gesetze bestimmt sinnvoll, zumindest wenn sie auch vorsehen Straftäter auch bei kleineren Strafen ab zu schieben oder wenn eine Abschiebung nicht klappt diese Straftäter auch Strafen erhalten die der Täter auch merkt. Eine Woche Haft welche mit der U- Haft verrechnet wird dient auf jeden Fall nicht dazu etwaige Täter ab zu schrecken. Dies gilt selbstverständlich auch für deutsche und sonstige Staatsbürger. Und in den anderen Fällen bleibt uns nur zu hoffen das die Flüchtlinge welche abgeschoben werden sollen auch wirklich abgeschoben werden. Der Status der Ausweisung sollte dringend abgeschafft werden. Zumindest dann wenn dieser Status eigentlich nur auf dem Papier besteht.

 

Und zu guter Letzt noch ein Wort an alle die meinen sie können sich in meinem Heimatland daneben benehmen:

Wir haben euch alle mit offenen Armen empfangen. Viele Menschen die in Deutschland leben haben Klamotten oder Lebensmittel gespendet um euch zu helfen. Viele von uns arbeiten ehrenamtlich damit ihr so schnell wie nur irgend möglich menschenwürdig untergebracht werden könnt. Unsere Gesetze sehen vor das ihr Geld bekommt für das ihr nichts leisten müsst außer unsere Werte zu respektieren damit ihr hier wenigstens ein kleines Auskommen habt. Darauf bin ich stolz.

Dafür erwarten wir nicht viel. Wir erwarten dass ihr es akzeptiert, das bei uns kein Mensch in irgendeiner Art und Weise Freiwild ist. Hier kann jeder seine Meinung mit Worten vertreten. Dafür haben wir lange gekämpft. Wir haben unsere Geschichte und unsere Bräuche, welche wir für niemanden in der Welt aufgeben werden.

Wem das nicht passt der soll dahin zurück gehen wo er her gekommen ist. Wir zwingen niemanden hier in Deutschland zu bleiben. Aber jeder der sich mit unserer Art zu leben arrangieren kann ist bei uns recht herzlich willkommen.

Von allen Flüchtlingen und Emigranten erwarte ich nun klare Worte und Taten. Zeigt uns und den Verbrechern unter euch dass es so nicht weiter gehen kann. Zeigt dass ihr nicht mit diesem Abschaum in einen Topf geworfen werden wollt. Bezieht klar Stellung und helft solche Taten schon im Vorfeld zu verhindern. Ich glaube nämlich nicht das die Geschehnisse in Köln, Hamburg und den anderen deutschen Städten ohne Vorzeichen geschehen sind und auch nicht das niemand etwas davon wusste. Hier hätte viel Schaden für alle Menschen in Deutschland vermieden werden können wenn ihr die im Vorfeld von diesen Vorfällen gewusst oder gehört habt euch z.B. an die Polizei oder einen Menschen gewendet hättet dem ihr vertraut. Vielleicht wäre es dann nie so weit gekommen. In Deutschland zu leben bedeutet auch nicht weg zu schauen. Und nur damit ich nicht falsch verstanden werde gilt dies selbstverständlich nicht nur für Flüchtlinge oder Ausländer sondern für jeden in Deutschland. Ich hoffe dass wir diese Herausforderung alle gut meistern, auch wenn es nicht einfach wird.

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