Fridays gegen Altersarmut

Fridays gegen Altersarmut

Das Beitragsbild ist das Logo der Facebookgruppe „Fridays gegen Altersarmut

Sind alle die sich am Protest gegen die deutsche Rentenpolitik beteiligen „RECHTS“?

Nicht erst seit heute ist das Thema Rentenpolitik in Deutschland ein großes Thema. Um die Rente zahlen zu können wird das Renteneintrittsalter erhöht auf aktuell 67 Jahre. Und die nächste Erhöhung auf 70 Jahr ist auch schon im Gespräch. Aber die Renten werden immer geringer. Um noch einigermaßen über die Runden zu kommen sind immer mehr Rentner darauf angewiesen zusätzlich zu Ihrer Rente ein weiteres Einkommen zu generieren. Mal wird dieses mit einem 400 Euro bestritten, in anderen Fällen mit dem Sammeln von Flaschen aus dem Müll.

In der Facebookgruppe Fridays gegen Altersarmut schließen sich Menschen aus der Gesellschaft zusammen, um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen. Und das Thema findet schnell Gleichgesinnte und Unterstützer. Von 102.109 Mitgliedern am 14.12.2019 ist die Gruppe Stand heute 02.02.2020 auf 321.712 Mitglieder gewachsen. Und es werden weiterhin mehr. Kein Wunder, immerhin ist es ja ein Thema was uns alle betrifft. Ach ja, „uns alle“ stimmt nicht so ganz. Es gibt Gruppen in der Bevölkerung, welche nicht ins Rentensystem einzahlen. Aber das hier aufzudröseln würde den Rahmen sprengen. Meine Gedanken zu dem was in der Politik so alles schief läuft kann hier nachgelesen werden .

Mit dem Wachsen der Facebookgruppe kommen auch immer mehr Bedenken, Beschimpfungen und Verunglimpfungen der Mitglieder der Gruppe auf. Hier ist immer wieder zu lesen das die Gruppe rechts sei.

Ich bin auch Mitglied der Gruppe und kann hier nur für mich sprechen. In der Gruppe trifft sich ein Schnitt der Bevölkerung und somit auch Menschen mit rechtem Gedankengut. Aber ich weise dieses rechte Gedankengut weit von mir.

Ich bin der Meinung das jeder Mensch das Recht hat in Würde zu leben und in Würde alt zu werden. Und dies unabhängig von Nationalität, Glauben oder religiöser Orientierung.

Grund für die schlechte Rentenpolitik sind nicht die Flüchtlinge, welche in Deutschland leben. Nein, einzig und allein liegt die Schuld bei den Politikern, welche ein paar Grundsätze nicht umsetzen. Diese sind übrigens auch die Forderungen der Gruppe „Fridays gegen Altersarmut“.

  1. Wir benötigen in Deutschland ein Rentensystem in das ausnahmslos alle einzahlen.
  2. Eine sofortige Steuerbefreiung der Rente
  3. Eine Zweckentfremdung oder Entnahme der Gelder in der Rentenkasse für andere Zwecke als die Rente muss verhindert werden.
  4. Ein befristetes Übergangsgeld für unsere ehemaligen Landtagsabgeordnete, Bundestagsabgeordnete, Minister und Bundespräsidenten und die sofortige Abschaffung der Pensionen auf Lebenszeit.
  5. Bei Verschwendung von Steuergeldern müssen die Verantwortlichen zur Rechenschaft und Haftung mit ihrem Privatvermögen herangezogen werden.

Immerhin habe ich hier 5 Punkte aus den 10 Forderungen von Fridays gegen Altersarmut übernommen.

Und es ist nicht so dass ich die restlichen Punkte nicht auch mittragen kann. Sie gehören für mich nur nicht unbedingt in das Thema Rente.

Diese wären

  1. Sofortige Rücknahme der Agenda 2010
  2. Einführung einer Reichensteuer
  3. Kindergeld und Unterhalt nicht als Einkommen anzurechnen
  4. Ein Gesetz, welches es Supermarktketten verbietet Lebensmittel wegzuwerfen, die noch zum Verzehr geeignet sind.

Alles Punkte die für mich nichts mit rechtem Gedankengut zu tun haben.

Übrigens sind diese Punkte alle in der Facebookgruppe „Fridays gegen Altersarmut“ in den Dokumenten unter „Dateien“ zu finden.

Wenn hier jemand den Mitgliedern vorwirft sich für rechte Zwecke instrumentalisieren zu lassen kann ich das ganze nicht nachvollziehen. Sicherlich versuchen Menschen mit rechtem Gedankengut die Gruppe für sich zu nutzen. Aber das ist nicht nur bei dem Thema Altersarmut der Fall.

Für mich ist der Weg der Gruppe erst einmal richtig. Allerdings muss jedes Mitglied der Gruppe wachsam sein das Sie/Er sich nicht für ein falschen Ziel benutzen lässt.

Sicherlich wäre es auch nicht schlecht, wenn sich andere Gruppierungen, wie z.B. die Gewerkschaften oder die alt eingesessenen Parteien in dieser Gruppe zeigen würden. Warum machen die DGB Gewerkschaften bei diesem Projekt nicht viel mehr mit und helfen bei der Ausrichtung der Mahnwachen? Warum wird diese Gruppe der AFD überlassen die zur klaren Unterstützung der Gruppe aufruft, um irgendwann Ihre Ideologie doch unter dem Deckmantel der Altersarmut zu verbreiten.  

Für mich ist das ein klares Zeichen das unsere politischen Parteien mal wieder die Themen der Zeit verpennen und jeder der sich in der Gruppe einbringt sehr gut aufpassen muß nicht von rechten Rattenfängern eingefangen zu werden.

Das Thema ist absolut kein rechtes. Also Alle gegen Altersarmut.

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